Provisionen 2026: OnlyFans vs MYM vs Fanvue vs Fansly
Vollständige Analyse der Provisionen der wichtigsten Creator-Plattformen 2026: Tarife, Rabatte, Referral-Programme und versteckte Kosten.
Provisionen sind der Faktor, der deine Einnahmen als Creatorin am direktesten beeinflusst. Ein Unterschied von fünf Prozentpunkten kann tausende Euro pro Jahr bedeuten, wenn du gut umsetzt. In diesem auf 2026 aktualisierten Vergleich schlüsseln wir alle Tarife von OnlyFans, MYM, Fanvue und Fansly auf, einschließlich der versteckten Kosten, die fast niemand erwähnt: Bearbeitungsgebühren, Devisenkonversion, Mindestauszahlungen und Referral-Programme.
Provisionsübersicht 2026
| Plattform | Provision | Creatorin erhält | Tariftyp |
|---|---|---|---|
| Fanvue (Jahr 1) | 15% | 85% | Promo erstes Jahr |
| OnlyFans | 20% | 80% | Fix auf alle Einnahmen |
| Fansly | 20% | 80% | Fix auf alle Einnahmen |
| Fanvue (ab Jahr 2) | 20% | 80% | Standardtarif |
| MYM (Privatmedien, Tips) | 20% | 80% | Push Media, Tips |
| MYM (Abos) | 25% | 75% | Monatsbeiträge |
| MYM SuperStar (Top 1%) | 19% | 81% | Bonus -1% ab 5.000 €/Monat |
Auf den ersten Blick wirkt Fanvue als rentabelste Option für das erste Jahr. Doch der Nominaltarif ist nur ein Teil des Puzzles. Du musst Bearbeitungsgebühren, Bankrückhaltung und Devisenkonversion addieren und berechnen, wie viel du wirklich mit jeder Plattform verdienst, je nach verkauftem Content-Typ.
OnlyFans: die Einfachheit der 20 % fix
OnlyFans nimmt 20 % auf alle Bruttoeinnahmen: Abos, bezahlte Nachrichten (PPV), Trinkgelder, On-Demand-Content. Ohne Überraschungen, ohne Stufen, ohne Tricks. Diese Einfachheit ist einer der großen Reize für Creatorinnen, die keine Zeit verlieren wollen, Tabellen zu entziffern.
Vorteile:
- Tarif einfach zu berechnen und vorhersagbar
- USD-Zahlungen weltweit akzeptiert
- Niedrige Mindestauszahlung ($20) und kurze Fristen (7–21 Tage)
- Referral-Programm mit 5 % auf Einnahmen des geworbenen Creators im ersten Jahr
Nachteile:
- 20 % ist hoch im Vergleich zu Fanvue Jahr 1
- Keine Volumenrabatte oder Top-Creator-Boni
- EUR-Konversion fügt eine zusätzliche Provision von ~3 % je nach Bank hinzu
OnlyFans monetarisiert besser, wenn du massiven, billigen Content verkaufst. Wenn dein Modell Premium mit wenigen großen Verkäufen ist, können andere Plattformen effizienter sein.
MYM: variabler Tarif nach Content-Typ
MYM wendet ein wenig verbreitetes Hybrid-System an: Sie nimmt 25 % auf monatliche Abos, aber nur 20 % auf Push Media (On-Demand-Content) und Tips. Die Philosophie ist klar: das Direktverkaufsmodell an den Fan zu fördern, auf dem MYM ihren differenzierenden Vorteil aufgebaut hat.
Hinzu kommt der SuperStar-Bonus: Top-Creatorinnen (Top 1 % nach Umsatz, also über 5.000 €/Monat) erhalten einen automatischen 1 %-Rabatt auf alle ihre Provisionen. Ein Standard-Abo geht so von 25 % auf 24 %, Privatmedien von 20 % auf 19 %.
Wann lohnt sich MYM?
- Wenn du viel personalisierten Content oder Pay-per-Message verkaufst (Push Media)
- Wenn du Europäerin bist und in Euro ohne Konversion kassieren willst
- Wenn dich das beste Referral-Programm am Markt interessiert: 10 % lebenslang auf die Einnahmen der von dir geworbenen Creatorinnen
- Wenn du mehr als 5.000 €/Monat umsetzen wirst und SuperStar-Status anstrebst
Wann lohnt es sich nicht?
- Wenn dein Hauptmodell passive Abos sind (die 25 %-Provision ist die höchste am Markt)
- Wenn deine Audience global nicht-europäisch ist (MYM hat 12M Nutzer vs. 305M bei OnlyFans)
Fanvue: die billigste (die ersten 12 Monate)
Fanvue hat eine aggressive Akquisitionsstrategie ausgerollt: 15 % Provision im ersten Jahr gegenüber 20–25 % bei der Konkurrenz. Das entspricht 25–40 % Ersparnis bei den Gebühren gegenüber OnlyFans/MYM. Nach den ersten 12 Monaten steigt der Tarif auf den Standard von 20 %.
Exklusive Vorteile:
- Mindestauszahlung von nur $10 (die Hälfte von OnlyFans)
- Integrierte KI-Tools (Chatbot, automatische Bildgenerierung für Fans)
- Auszahlungsdauer von 3–7 Tagen, die schnellste am Markt
- Referral-Programm mit 5 % über 3 Jahre (das Doppelte von OnlyFans)
Nachteile:
- Viel kleinere Audience (10M Nutzer)
- Nach Jahr eins kein Vorteil mehr gegenüber OnlyFans
- Discovery-System noch nicht konsolidiert
Wenn du jetzt anfängst und im ersten Jahr viel Volumen generieren wirst, kann Fanvue dir tausende Euro sparen. Für viele Creatorinnen ist es die perfekte “sekundäre” Plattform neben OnlyFans.
Fansly: der OnlyFans-Klon mit Discovery
Fansly wendet die gleichen 20 % fix wie OnlyFans an, ohne Tarifdifferenzierung. Allerdings bietet sie zwei Differenzierer, die das ausgleichen können:
- Internes Discovery-System (Suche nach Tags, Filtern, Empfehlungen). OnlyFans hat keines.
- Mehrere Abo-Stufen im selben Konto (ideal zur Content-Segmentierung)
Zu beachtender Nachteil: Die Mindestauszahlung von Fansly beträgt $100, fünfmal mehr als OnlyFans. Bei niedrigem Volumen brauchst du länger, um auszuzahlen.
Versteckte Kosten, die fast niemand erwähnt
Über die Nominalprovision hinaus gibt es unsichtbare Kosten, die deine reale Rentabilität beeinflussen:
- Kartenbearbeitungsgebühr: zwar trägt sie der Kunde, aber Plattformen wie OnlyFans schlagen ~5 % auf den vom Abonnenten gesehenen Preis auf, was die Konversion senkt.
- Devisenkonversion: wenn du in USD kassierst, aber deine Bank europäisch ist, verlierst du 2 bis 4 % bei jeder Auszahlung. MYM (das direkt in EUR zahlt) eliminiert diese Kosten.
- SWIFT-Bankgebühren: einige Banken berechnen 15–30 € pro Auslandsüberweisung. Wise und Paxum sind meist günstiger.
- Steuern: in Deutschland kann das Gesamtpaket aus Einkommensteuer + Soli + USt für Creator bis zu 47 % erreichen. Plattformprovisionen werden vorher abgezogen, aber nicht als automatisch absetzbarer Aufwand.
- US-Quellensteuer: OnlyFans behält 30 % für Nicht-US-Residenten ein, außer du unterschreibst das Formular W-8BEN.
Referral-Programme: der Faktor, den fast niemand vergleicht
Referral-Programme sind reines passives Einkommen: Du erhältst einen Prozentsatz der Einnahmen der Creatorinnen, die du auf die Plattform einlädst, ohne wiederkehrenden Aufwand.
| Plattform | % | Dauer |
|---|---|---|
| MYM | 10% | Lebenslang |
| Fanvue | 5% | 3 Jahre |
| OnlyFans | 5% | 1 Jahr |
| Fansly | 5% | 1 Jahr |
MYM ist mit Abstand der absolute Sieger: Wenn du eine Creatorin einlädst, die 10.000 €/Monat über 3 Jahre umsetzt, verdienst du 36.000 € passiv allein an Referrals. Dieselbe Operation auf OnlyFans gäbe dir 6.000 € (ein Sechstel).
Welche lässt dir wirklich mehr Geld?
Die Antwort hängt von deinem Einnahmenmix ab:
- Massive billige Abos: OnlyFans gewinnt (20 % fix einfach, riesige Audience)
- Personalisierter Premium-Content (Push Media): MYM gewinnt (20 % auf privat + SuperStar-Bonus)
- Hohes Volumen im ersten Jahr: Fanvue gewinnt (15 % Rabatt)
- Multi-Tier-Subscriptions mit Discovery: Fansly gewinnt (Tags-System + Stufen)
- Passive Einnahmen über Referrals aufbauen: MYM gewinnt ohne Diskussion (10 % lebenslang)
Fazit: die optimale Strategie
Keine Plattform verlangt Exklusivität. Die meisten Top-Creatorinnen betreiben 2–3 Plattformen gleichzeitig, um das Beste aus jeder zu kombinieren:
- OnlyFans als Hauptplattform für Audience und Reputation
- MYM als Ergänzung für den europäischen Markt und Referrals
- Fanvue in den ersten 12 Monaten, um die Promo zu nutzen
Wenn du tiefer einsteigen willst, lies auch:
- Wie viel verdient man wirklich auf OnlyFans? — Daten nach Audience-Stufe
- Vollständiger MYM-Fans-Guide — die europäische Alternative
- OnlyFans-Konto erstellen — Schritt für Schritt
- Kostenlose OnlyFans-Alternativen — Optionen ohne Anfangskosten
- Komplettes Ranking 2026 — alle Plattformen verglichen